Nordsee ist mehr als nur Watt und Oberleuchtfeuer! (Wobei das zugegebener Maßen auch schon das Argument als Reiseziel schlechthin ist!)
Heute nehme ich euch mit auf unsere Ausflüge, die wir ins nahegelegene Wilhelmshaven unternommen haben. Städtetrips sind im Allgemeinen nicht so ganz meine Welt, aber ich wollte dem ganzen Konzept ja nochmal eine neue Chance geben… Fangen wir mit der Stadt Wilhelmshaven an:
Direkt am Jadebusen an der Nordwestküste Deutschlands liegt die kreisfreie Stadt. Unsere Besuche beschränkten sich auf eine Hafenrundfahrt, zwei Museumsbesuche und den Besuch einer Gedenkstädte.

- Hafenrundfahrt in Wilhelmshaven
- Das Deutsche Marinemuseum
- Aquarium Wilhelmshaven
- Gedenkstätte Seefrieden
- Und zum Schluss…
Hafenrundfahrt in Wilhelmshaven
„Eine Seefahrt, die ist lustig; eine Seefahrt, die ist schön…“
Ungefähr in dieser Stimmung gingen wir an Board des Schiffes, das uns durch den Wilhelmshavener Hafen schippern würde.
Eigentlich wollten wir eine Rundfahrt zum Leuchtturm Arngast unternehmen, auf Grund mangelnder Passagiere wurde diese leider abgesagt. So ist es wohl, wenn man zum Saisonende noch einmal beschließt in einer touristisch sehr gut erschlossenen Saison Urlaub zu machen.
Nichtsdestotrotz genossen wir unsere Hafenrundfahrt nicht minder.

Eine reichliche Stunde schipperten wir durch den Jadebusen, durch den Marine- und den Frachthafen. Wilhelmshaven verfügt über einen Tiefwasserhafen, den JadeWeserPort, mit der größten Wassertiefe Deutschlands. Außerdem ist Wilhelmshaven der größte Erdölumschlaghafen des Landes. Diese und noch einige weitere Infos teilte der Kapitän während der Fahrt mit uns.
Wir verbrachten, zugegeben, weniger Zeit mit zuhören. Dafür ließen wir den Blick weit schweifen, bestaunten die Containerschiffe und die Hafenanlagen.


Das Deutsche Marinemuseum
Geschichtsinteressierte Herzen schlagen hier definitiv höher! Auch wenn mein Herz in diesem Kontext nicht sooo hoch schlägt, gab es auch für mich jede Menge zu entdecken.
Im Deutschen Marinemuseum Wilhelmshaven wird die Seegeschichte von 1848 bis heute erzählt.
Ursprünglich wurde das Museum von einem Förderverein gegründet, seit 2002 hat die Stiftung Deutsches Marinemuseum diese Aufgabe übernommen.
Eine ständige Ausstellung im weitläufigen Museumsgebäude, der Museumshafen, an Board der Schiffe und im Stadtgebiet verteilt, können Interessierte und Neugierige viel Wissenswertes erfahren.

Das Museum ist recht weitläufig, obwohl es gut besucht war, fühlte es sich nicht voll an. Das machte unseren Aufenthalt dort sehr angenehm. Allein im Innenbereich verbrachten wir viel Zeit, im Hafenbereich auf den Schiffen noch viel, viel mehr!
Zwei der Schiffe waren auf Grund von Sanierungsarbeiten während unseres Besuchs nicht begehbar, aber das war nicht wirklich schlimm. Es gab so viel zu erkunden, dass wir am Ende beinahe den ganzen Tag im Museum verbrachten!




Aquarium Wilhelmshaven
Unser erster Besuch im Aquarium Wilhelmshaven beschränkte sich auf einen Besuch im Restaurant. Logischer Weise zeigt sich das Wetter im Herbst oft von seiner Wechselhaften Seite, sodass wir einen zweiten Tag mit weniger gutem Wetter (inkl. flüssigem Sonnenschein) überbrücken mussten.

Was gibt es da spannenderes, als einen Ausflug ins Aquarium, dass sich gleichzeitig noch als Museum der Zeitgeschichte entpuppte?!
Zugegeben, die Eintrittspreise (Webseite: Aquarium Wilhelmshaven) sind nicht ganz ohne… aber rückblickend hat es sich definitiv gelohnt!
Wir verbrachten beinahe den ganzen Tag dort, interaktive Bereiche zum Ausprobieren und Mitmachen, anschauliche, kindgerechte Darstellungen, die selbst für die großen Besucher spannend sind – ich lieb’s.
Eher zufällig stolperten wir in die Seehund- und Pinguinfütterung. Ein ganz klassischer Fall von: „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Der humorvolle Pfleger erklärte viel Wissenswertes zu den Tieren, insbesondere die Magellan-Pinguine hatten es mir angetan. Die frechen Kerlchen versuchten mehr als einmal den Fisch aus dem Eimer zu stibitzen.



Gedenkstätte Seefrieden
Nach dem Trubel der Stadt, genossen wir noch ein wenig Ruhe. Zugegeben ist dieses Ausflugsziel ein wenig eigenwillig, deswegen aber nicht minder schön.
Die „Gedenkstätte Seefrieden“ auf dem Rüstringer Berg ist eigentlich ein Abschiedsort für Seebestattete. Der Ort ist einmalig an der gesamten Nordsee, der Blick auf das Meer, die Ruhe – uns begegneten einige Spaziergänger, die die Abgeschiedenheit sichtlich genossen.
Die Anlage wurde 2011 sehr abwechslungsreich und liebevoll neu gestaltet.
Auch wir genossen die Weitläufigkeit unweit der Stadt, das Meer, den Wind und das Rauschen der Bäume. Auf dem Jadebusen entdeckten wir das ein oder andere Schiff der Reederei, die die Hafenrundfahrten anboten.





Und zum Schluss…
Es war ein guter Anfang um mit Städtetrips Freundschaft zu schließen. Insgesamt zieht es mich dann aber doch mehr an die Orte, an denen mehr Meer (oder Natur) statt Menschen zu finden sind.
Zusammenfassend hat Wilhelmshaven unseren Urlaub abgerundet, sodass wir für alle Reisenden das ein oder andere Highlight einplanen konnten.
