… und wer ist Holly?

Es begann, wie alles beginnt: Mit einer Idee. (Oder so ähnlich.) Denn eigentlich fing es schon viel, viel eher an. Bereits im September 2021 wechselte der Motorroller mit der klangvollen Bezeichnung Alpha Motors „City Leader“, 2,99 PS und 45 km/h zum ersten Mal den Besitzer via eBay-Kleinanzeigen. Auf dem Zähler standen zu diesem Zeitpunkt 453 km und der Roller in einer Garage in Neustadt Sachsen. Dort hätte das Fahrzeug wohl auch noch etwas länger gestanden, wer weiß welches Schicksal es ereilt hätte. In der Beschreibung stand, der Roller sei nicht fahrbereit.

Der Alpha Motors „City Leader“ – alias „Holly“
Unterwegs im Spreewald

Verladen, Ortswechsel in eine neue Garage. Eine neue Batterie und ein paar Streicheleinheiten wirkten Wunder: Im Fahrzeug steckte Leben.
Bis die zukünftige Holly aber tatsächlich „meine Holly“ wird, floß noch etwas mehr Wasser die Elbe hinuter. Das folgende Jahr stand der Roller zerlegt in seine Einzelteile in einer anderen Garage. Eigentlich sollte Holly ein neues Kleid bekommen, komplett überholt werden und dann im Besitz des ursprünglichen Käufers bleiben. In einem – oder diesem Fall – knapp zwei Jahren kann viel passieren.
Zwei Menschen lernten sich kennen und fanden heraus, dass allein gleiche Interessen nicht genug für ein ganzes Buch, wohl aber für ein Kapitel sind.

Ausblick von der Agneshöhe
Greifenstein – Gasthaus und Aussichtspunkt

Es folgten ein paar lose Abzweigungen, Irrungen und Wirrungen, bis Holly wieder zusammengesetzt wurde und ich das erste Mal in meinem Leben Roller fuhr.
Was danach kam, ist Geschichte: Das eine Kapitel ging zu Ende, ein neues Kapitel begann. Holly und ich entdeckten Dresden, das Dresdener Umland, Sachsen, Teile von Brandenburg, unsere Neugierde und unsere Grenzen.
Inzwischen hat Holly 2610 km auf der Uhr. Wie wir die zusammen bekommen haben, erzähle ich euch in den folgenden Beiträgen – zwischen Wandertouren, Bouldererlebnissen und Buchempfehlungen, habe ich euch viele Geschichten zu erzählen, viele Gedanken, die sich aus meinem Kopf einen Weg suchen und aufs (digitale) Papier vergessen werden.

Aussichtsturm am Schweren Berg bei Weißwasser
Felixsee und Aussichtsturm am Ufer des Sees.

Eine der ersten Reisen mit Holly führte mich an den Greifenstein. Es folgten der Dresdener Fernsehturm, Ausfahrten zum Spitzhaus nach Radebeul, ins Leipziger Seenland, zum Gleisbergbruch, kurze abendliche Ausfahrten zum Flughafen und die zwei längsten Ausfahren zum Turm am Schweren Berg inklusive Abstecher zum Felixsee und zum Nauendorfer See. Die Abschlussfahrt für die Saison am 8. November führte von Dresden, Stoplen, Neustadt (Sachsen) nach Sebnitz zurück über das Kirnitzschtal nach Dresden.

Pi Mal Daumen zehn Wochen und 2.157 km Abenteuer. Zeit diese Erinnerungen festzuhalten und aufzuschreiben.

Da sind ein paar Kilometer zusammen gekommen
Völkerschlachtdenkmal in Leipzig
Gleisbergbruch am Rochlitzer Berg
Am Spitzhaus in Radebeul
Auf zu neuen Abenteuern 😊

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