Nach einer langen Wanderung ist ein leichter Spaziergang genau das Richtige – also machten wir uns erneut auf den Weg in die Pfalz. Ziel diesmal: die im 12. Jahrhundert erbaute Burg Eltz. Meinen Vorsatz, die Pfalz zu entdecken, setze ich direkt in die Tat um.
Die Burg ist eine der bekanntesten Höhenburgen Deutschlands. (Die Bezeichnung „Höhenburg“ bezieht sich auf ihre Bauweise: Sie wurde auf einer natürlichen Anhöhe errichtet.) Die Burg verdankt ihren Namen nicht dem gleichnamigen Fluss, der aber das Tal namentlich prägte. Der Unterschied liegt im Detail: Die Schreibweise ist eine andere.
Die Elz ist ein etwa 60 km langer Nebenfluss der Mosel. An heißen Sommertagen lädt der Bach, der in unmittelbarer Nähe der Burg entlang fließt, Kinder zum spielen ein. Auch müde Wanderer, die ihre Füße im Fluss kühlten, konnte ich beobachten.
Der Name „Eltz“ bezieht sich auf das Adelsgeschlecht, in dessen Besitz Die Burg seit 800 Jahren ist. Die Burg wurde nie gewaltsam erobert und ist so vollständig erhalten.

Der Ort ist ein beliebtes Ausflugsziel, die Burg öffentlich zugänglich – nachdem man ein entsprechendes Ticket gelöst hat. Da wir nur einen kleinen Spaziergang unternehmen wollten, waren wir uns bereits im Voraus einig die Burg nicht von innen besichtigen zu wollen. Die richtige Entscheidung: Denn eine lange Schlage hatte sich vor dem Haupttor gebildet. Zum einen ist dies der Beliebtheit des Ortes geschuldet, zum anderen tragen die beschlossenen Corona-Maßnahmen dazu bei.
Nachdem wir dem Hauptweg zur Burg nach unten folgten, zeigte sie sich bereits in ihrer bekannten Schönheit. Nach ein wenig Recherche hatte ich einen Aussichtspunkt ausfindig gemacht, der das Ziel unseres Spaziergangs sein sollte.

Wir folgten der Treppe zum Eltzbach nach unten, querten die kleine Brücke und folgten dem Weg links wieder nach oben.
Am Mülleimer mit der Beschilderung „Burg Eltz“ rechts dem Aufstieg folgend, am nächsten Mülleimer noch einmal rechts abbiegen, dem Weg mit den Balken nach oben aufsteigen, ist man auf dem richtigen Weg. Am abgebrochenen Baumstamm noch einmal nach rechts, dem Weg folgend, hatten wir unser Ziel nun erreicht. Von hier aus schaut man auf die Rückseite der Burg, kann das bunte Treiben im Burghof unter den großen Sonnenschirmen beobachten. Wir ließen uns viel Zeit, genossen den Ausblick, das Rauschen des Windes und ließen uns die Sonne auf den Kopf scheinen.

Auf dem Rückweg zum Auto fanden wir noch einige Geocaches, beobachteten die Wandernden, die heute motivierter waren als wir und erfreuten uns an unserer verdienten Faulheit.