Wanderung: Trepp ab, Trepp auf – Schwedenlöcher, Amselsee, Bastei

Oder: Wie viele Menschen passen auf die Bastei-Brücke?

Die heutige Mini-Wanderung führte über touristisch hervorragend erschlossene und dementsprechend gut begangene Wege. Vielleicht waren aber viele, viele Stufen (= „alle Stufen der Welt“) ein kleines Hindernis? 

Die Tour ist auf Grund ihrer Kürze auch für Kinder geeignet – als Belohnung locken vielleicht eine Bootsfahrt auf dem Amselsee oder ein kulinarisches Highlight (Limo, Eis, Stockbrot, Pommes) an der Basteibrücke. 

Aber beginnen wir die Tour von vorn: Der Start der Wanderung war der Parkplatz an der Bastei nahe dem Kurort Rathen. Wenn man das nötige Kleingeld für den Parkschein zu Hause vergessen hat: Hier kann man das Fahrzeug mit der EC-Karte wieder auslösen. Zeitiges Kommen sichert übrigens die besten Plätze.
Vom sicheren Stellplatz aus ging es in den Wald – in Richtung der Schwedenlöcher. 

Die Steinschlucht diente dem Bauernvolk im Dreißigjährigen Krieg als Zufluchtsort vor schwedischen Soldaten – daher der Name „Schwedenlöcher“. Wir stiegen durch die teilweise enge, aber gut begehbare Klamm ab. Etwa 800 Stufen führten in die Tiefe. 

Am Grund der Schlucht erstreckte sich nach kurzer Laufzeit der Amselsee. Im klaren Wasser konnte man Fische beobachten. Enten nisteten an den Ufern. Der Erste Wächter schaute ins Tal hinab. Vom Wasser aus – man kann Tret- und Ruderboote für einen Unkostenbeitrag zwischen 4 € und 6 € pro 30 Minuten ausleihen – genießt man eine wundervolle Aussicht. 

Was man abgestiegen ist, muss man auch wieder aufsteigen – sofern man die Aussicht von der Bastei auf die Elbe genießen möchte. (Oder einfach zurück zum Parkplatz möchte.) Es ging also weiter auf der Runde: etwa 800 Stufen nach oben. An dieser Stelle konterte ich angestrengtes Schnaufen gern mit dem Satz „Alles für den Po – besser bekommt man’s auch im Fitnessstudio nicht.“ 

Punkte zum Verweilen und Ausblick genießen gab es auf dem Weg nach oben reichlich. 

Kurz bevor man die Bastei erreicht, passiert man die Felsenburg Neurathen. Die mittelalterliche Ruine der Burg ist heute ein Freilichtmuseum. Erwachsene zahlen hier 2 € Eintritt, Kinder von 4-14 Jahren 1 €. (Quelle: Webseite der Stadt Lohmen mit dem Basteigebiet  / Donnerstag, 9.7.2020 um 11.30 Uhr)

Vom Aussichtspunkt der Bastei erstreckte sich das Elbtal mit Blick auf die Festung Königsstein. Die Bücke wurde ausschließlich zu touristischen Zwecken erbaut. Jährlich strömen inzwischen bis zu 1.2 Millionen Besucher hier her. Ein beliebter Ort – schon über viele Jahrhunderte. Bereits viele bekannte Maler wie Caspar David Friedrich oder Ludwig Richter erkannten den Zauber an diesem wundervollen Ort. 

Möchte man ihn in den Sommermonaten (fast) ganz für sich allein haben, empfiehlt sich ein Besuch zu sehr früher oder sehr später Stunde. (Die Brücke und die umliegenden Aussichtspunkte eigenen sich hervorragend für das ein oder andere kleine Fotoshooting.) 

Und um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Auf die Basteibrücke passen VIELE Menschen! Bei 800 habe ich aufgehört zu zählen… Oder waren das die Stufen?!

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