Raus in den Frühling – Endlich!

4 gute Gründe, jetzt wieder rauszugehen – und worauf du achten solltest

Endlich ist es soweit! Der Frühling ist in vollem Gange und es ist die Zeit, um endlich wieder aktiv zu werden! Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und die Natur ist schon aus ihrem Winterschlaf erwacht. Es ist Zeit die dicken Sachen einzumotten und endlich wieder rauszugehen. 

Ich für meinen Teil bin voller Tatendrang und hoffe auf viele, viele, viele neue, wunderbare Erinnerungen, die darauf warten noch erlebt zu werden. Wie schaut es bei dir aus? Bist du schon aktiv oder noch im Winterschlaf? 

So oder so: Es ist allerhöchste Zeit die Ausrüstung, die Motivation und das eigene Mindset nochmal zu checken, bevor es wirklich raus in die Natur geht. 

Jean Paul hat einmal gesagt: „Das schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.“ Meiner Meinung nach lag er damit vollkommen richtig – denn keinem Frühling wie diesem, habe ich entgegen gefiebert. Ich bin dann jetzt soweit – und spätestens nach diesem Beitrag bist du es auch!

Kleinwasserkraftwerk im Niezelgrund
Einer meiner langen Spaziergänge ging zum Kleinwasserkraftwerk im Niezelgrund. Gestartet bin ich im Liebethaler Grund.
  1. Körper und Kopf auf den Frühling einstellen
  2. Wetterchaos? So bleibst du flexibel!
  3. Frühjahrsfrust? So trickst du deinen Schweinehund aus!
  4. Frühjahrs-Check: Ist deine Ausrüstung auch bereit? 

Bevor ich aber richtig einsteige, möchte ich dir noch kurz erzählen, was der Frühling für mich bedeutet und warum ich mich so auf diese Zeit freue. 

Wenn die erste Wärme der Sonne die Haut streichelt, heißt es Augen schließen und genießen! Im Frühjahr spüre ich mit Nachdruck, was mit im Winter so sehr gefehlt hat. Das Leben kehrt nicht nur in die Natur zurück, sondern auch in die von der langen Dunkelheit ermüdeten Knochen. 

Es ist wieder länger hell – der Benefit, den ich neben den wärmeren Temperaturen wirklich sehr schätze – es ist an der Zeit die müden Knochen wieder in Schwung zu bringen und ordentlich Vitamin D zu tanken.

Blick vom Rauenstein auf die "Nonne"
Die erste Wanderung des Jahres führte – wie jedes Jahr – auf den Rauenstein.

Ich habe vier ganz persönliche Gründe, den Frühling einfach zu lieben: 

Grund 1: Endlich wieder draußen sein! 
Die Tagen werden länger (habe ich schon gesagt, dass ich das gut wirklich finde?!), die Sonne wärmt und sowieso sagt der dunklen Jahreszeit alles, dass es jetzt Zeit ist, das Feld zu räumen. So schön es unter der Kuscheldecke auf dem Sofa auch ist, nun ist die Zeit wieder rauszugehen!

Grund 2: Wandern macht glücklich!
Ganz allgemein auch das Draußen sein, aber ich habe mir dieses Jahr ja vorgenommen wieder mehr wandern zu gehen. Deswegen beziehe ich es jetzt auch explizit darauf. Für manche sind die ausgedehnten Bewegungsrunden an der Luft und in der Natur nichts, aber für die, die es schon geahnt haben: Wanderer sind die glücklicheren Menschen. Das belegen im Übrigen auch verschiedene Studien, die sich mit der medizinischen Wirkung des Wandern beschäftigen. Die Wanderlust wirkt sich präventiv gegen Kummer, Antriebslosigkeit und Depressionen aus. 

Der "Haselbergturm" in der Königsbrücker Heide
Der „Haselbergturm“ in der Königsbrücker Heide war der erste Aussichtsturm der Saison!

Grund 3: Weil im Frühling alles leichter ist!
Wer kennt es nicht?! Die Dunkelheit, wenig Tageslicht und frostige Temperaturen ersticken auch das noch so große Motivationspotenzial wie später Schnee im Frühling die ersten zarten Blüten. Das ist eine Zeit lang auch ok, immerhin hält die Natur ja auch Winterschlaf. 

Zum Glück ist diese Zeit für die nächsten paar Monate erstmal Geschichte! Schäle ich mich jetzt morgens aus dem Bett, ist es bereits hell und der Morgen geht viel leichter von der Hand. Am Nachmittag, nach der Arbeit ist die Motivation noch einmal rauszugehen oder sich Projekten zu widmen viel, viel höher. 

Grund 4: Weil Liebe in der Luft liegt!
Ja… ich weiß; es ist kitschig. Aber unter bestimmten Umständen und um Frühling ist es einfach schön. 
Auch hier lügt die Statistik nicht: im Frühling verlieben sich mehr Menschen, als im Winter. (Dafür halten wohl aber Beziehungen, die im Winter eingegangen wurden, länger.) 
Aber zum Frühling: Bei dem Sprung auf dem Glücksbarometer ist es auch kein Wunder, dass Liebe in der Luft liegt. Mit der Natur erwacht auch der Mensch „zu neuem Leben“. An dieser Stelle interpretiere ich Hesse gerne frei und neu: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ 

Wissenschaftlich betrachtet liegt es wohl am Hormonhaushalt: Serotonin- und Dopaminspiegel steigen an, was zu einem allgemeinen gesteigerten Wohlbefinden und einem gestärkten Glücksgefühl führt. 

Na, überzeugt?! Was sind deine Gründe? 

Aussichtsturm "Calauer Schweiz"
Die ersten Aussichtstürme habe ich dieses Jahr auch schon bestiegen. Hier: Der Aussichtsturm in der Calauer Schweiz.

Wer allerdings nach einer längeren Pause gleich zu viel will, wird vielleicht eines besseren belehrt. Hat man sich im Winter vielleicht weniger bewegt, sind die Muskulatur, Gelenke und Ausdauer nicht mehr auf längere Touren vorbereitet. 

Körper und Kopf auf den Frühling einstellen

Ausgiebige Spaziergänge oder kurze Wanderungen, angepasst an das eigene Fitness-Level sind ein guter Start. Vor den ersten Höhenmetern tun sanfte Steigungen gut. In den Alltag mehr Bewegung einzubauen, indem die Treppen statt der Aufzug, der Arbeitsweg vielleicht mit dem Rad bewältigt wird oder einfach Kraft- und Dehnungsübungen integriert werden, hilft den müden Knochen auch auf die Sprünge. Nach einer langen Pause mit einer anspruchsvollen Tour zu starten führt meistens nur zu Muskelkater und zu mehr Frust als Lust auf die Wandersaison – und ich spreche da leider aus eigener Erfahrung!

Nicht nur der Körper möchte auf das vorbereitet werden, was kommt – auch der Kopf kann auf das Abenteuer eingestimmt werden. Die mentale Vorbereitung ist mindestens genau so wichtig, wie die körperliche Vorbereitung. 

Für den Anfang ist vielleicht eine Wanderung mit einem Picknick genau nach deinem Geschmack? Etwas, dass Spaß macht und nicht einfach nur eine Pflichttour ist. 

Wanda-Bärbel, das Wandereinhorn
Wer darf natürlich auf keiner Tour fehlen?! Na klar: Wanda-Bärbel, das Wandereinhorn!

Sich bewusst zu machen, warum man draußen sein möchte, hilft den inneren Schweinehund zu vertreiben. Was bedeutet der Frühling für dich ganz persönlich – Neuanfang, Energie, frische Luft, Licht, Wärme….? 
Welche Tour hast du in der vergangenen Saison geliebt und möchtest du vielleicht mit genau dieser Tour in die neue Saison starten? 
Gibt es eine Route, die du schon immer angehen wolltest? 
Gibt es Phänomene der Natur, die du unbedingt erleben möchtest? Sonnenauf- oder Untergang? Den ersten Kuckuck hören? Eine bestimmte Frühlingsblume als Erste/r entdecken? 
Vielleicht hast du Wanderberichte geschrieben? Vielleicht hilft es dir die Lust aufs Draußen noch einmal zu steigern. 

Über den Winter schleicht sich vielleicht die ein oder andere Routine der Bequemlichkeit ein… Da hilft es die Wanderroutinen wieder in den Alltag zu integrieren: Ein fester Wandertag in der Woche, den gepackten Rucksack wieder ins Sichtfeld stellen, Spaziergänge oder Radfahren statt das Auto zu nehmen…

Wetterchaos? So bleibst du flexibel!

Grade im Frühling kann das Wetter oft noch schnell umschlagen. Manche Wege sind noch lange durch eine unstete Wetterlage unbegehbar – da kann die Motivation schnell auf der Kippe stehen. 

Wenn du bei nicht optimalen Bedingen unterwegs bist: Das hier ist kein Aufruf zum verantwortungslosen Handeln; pass also auf dich auf und entscheide nach eigenem Ermessen!

Frühjahrsfrust? So trickst du deinen Schweinehund aus!

Wenn es „nur“ der innere Schweinehund ist, der sich meldet, habe ich hier ein paar mögliche Argumente gegen ihn: 

„Das Wetter ist so unbeständig.“ – JA, ABER: der Frühling ist nie perfekt, das gehört dazu. Wetterfeste Kleidung ist eine gute Lösung!

„Ich bin noch nicht fit genug.“ – JA, ABER: Starte langsam, du musst keine Mammut-Tour als erste Tour machen!

„Alleine macht es keinen Spaß.“ – JA, ABER: Verabrede dich mit jemandem. Oder genieß die Ruhe, beobachte die Natur, hör unterwegs einen Podcast oder deine Lieblingsmusik.

„Ich habe keine Zeit.“ – JA, ABER: Auch eine kleine Runde von 30 Minuten birgt jede Menge Frühlingsgefühle.

Eine „Keinen-Bock-Strategie“ übertölple ich oft, indem ich mir sage: Jetzt 10 Minuten und dann ist’s fein. Meistens bin ich dann länger als die geplanten 10 Minute unterwegs und sehr glücklich darüber. Zusätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mit dieser Einstellung am Ende mindestens doppelt so schön war!

Blick auf die Elbe
Klassisches Beispiel: „Nur 10 Minuten an die Elbe!“ Am Ende war ich 2 Stunden unterwegs und habe die Sonne genossen!

Frühjahrs-Check: Ist deine Ausrüstung auch bereit? 

Wenn man körperlich und mental vorbereitet ist, sollte es die Ausrüstung auch sein!
Ein prüfender Blick aufs Equipment ist definitiv: 

  • Ist die Regenjacke noch dicht? 
  • Muss das Cover für den Rucksack neu imprägniert werden? 
  • Sind die Wanderschuhe noch in einem guten Zustand? 
  • Sitzt der Rucksack oder das Tragesystem noch gut? 
  • Was ist im Rucksack und muss eventuell ersetzt werden? (Erste Hilfe Set, Trinkwassersystem…)

Wenn etwas ersetzt werden muss – gibt es nachhaltige Wege? Muss es ein Neukauf sein oder kann man mit einer Reparatur das Leben des (Lieblings)Stücks verlängern? 

Was muss in den Rucksack? 
Darüber habe ich mir selbstverständlich auch schon einmal Gedanken gemacht – in diesem Beitrag kannst du alles noch einmal in Ruhe nachlesen!

Und falls du lieber hörst statt liest: Diesen Beitrag gibt es übrigens auch als Podcastfolge mit weiteren zusätzlichen Informationen und persönlichen Geschichten. Hier kannst du meinen Podcast NAHWEITWEG hören

Was war deine erste Tour in den Frühling? Oder steht sie noch bevor? 

Schreibe es gerne in die Kommentare oder verlinke mich auf Instagram @imKopfWeltenbummlerin – ich freue mich auf deine Frühlingsmomente!

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